SGS Amberg-Verein ohne Heimat

 

Ein Trainingsplatz und ein Hauptplatz, eigentlich völlig normal und auch ein Muss für jeden Fussballverein. Jeder noch so kleine Dorfverein verfügt über mindestens zwei Plätze. Denn eine Fussballmannschaft ohne Platz ist wie ein Mensch ohne Heimat.

Bis 1987 war die SGS auch einmal ein "ganz normaler" Fussballverein. Das Bild unten zeigt, wie es einmal rund um das Sportheim aussah. Ein Sandplatz zum trainieren und ein Rasenplatz für die Spiele. Ganz normal halt!

Bei diesem Anblick weint das Herz eines jeden SGS-Fussballers, vor allem der Mitglieder, die hier noch spielen und trainieren durften: so sah das SGS-Gelände einmal aus. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1982. 1=Sportheim     2=Rasenplatz mit Tartanbahn, Stabhochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen     3=Sandplatz

Doch dort, wo einst die Siemensianer ihrem Hobby nachgingen, hat das Werk Siemens ab 1985 ein Ausbildungszentrum, ein Verwaltungsgebäude und eine Fertigungshalle gebaut, und für die Fussballer war kein Platz mehr. Damals kümmerte sich keiner darum, dass das fast das Ende der Sparte Fussball war, denn einen neuen Platz bekamen wir bis heute nicht. Trainer und Spieler verliessen natürlich den Verein. Auch neue Spieler kamen keine dazu, wo sollten die denn auch spielen? Die einst so erfolgreichen Jugendmannschaften starben im Laufe der Jahre fast ganz aus. Und der Rest, der der SGS treu blieb, stellte jahrelang auf Plätzen, wo wir  notdürftig Unterschlupf fanden, die Schiessbudenfigur der Liga dar.

Einweihung des zweiten Rasenplatzes 1966

Da waren natürlich auch Gerüchte über die Auflösung der Sparte im Umlauf. Doch die Sparte Fussball gab nicht auf, zumindest nicht diejenigen, die bis heute noch der SGS treu sind. So wanderten die Fussballer von einem Unterschlupf zum anderen: die Sportplätze der JVA Amberg, Leopold-Kaserne, Dreifaltigkeitsschule, der ESV-Sportplatz, und aktuell der Sportplatz der Gemeinde Kümmersbruck und als Trainingsplatz das Sportgelände der ehemaligen US-Kaserne an der Kennedystasse und der Bundeswehr-Sportplatz der Leopoldkaserne.

Und jetzt, nach vielen Jahren des Durchhaltens und der ständigen Platzsuche, ist zumindest aus sportlicher Sicht Licht am Ende des Tunnels zu sehen: Dank vieler Neuzugänge in den letzten Jahren konnte neben der 1. Mannschaft auch eine 2. Mannschaft für den Spielbetrieb angemeldet werden. Und nicht nur das: Nachdem die SGS - speziell die 1. Mannschaft - jahrelang Woche für Woche vom Sportplatz geschossen wurde, spielt Sie heute sogar vorne mit. An dieser Stelle ein grosser Dank an die Spieler der 1. und 2. Mannschaft, die aufgrund ihres Engagements den Ruf der SGS wieder kräftig aufpoliert haben! Des weiteren konnten wir nach vielen Jahren ohne Jugend sogar wieder eine E-Jugend (2003/2004) in den Spielbetrieb aufnehmen. Auch eine A-Jugend ging 2003 als Spielgemeinschaft mit dem SV Inter Bergsteig ins Rennen. Und was wir vielen Vereinen voraus haben: 3 Mädchen-Mannschaften und eine Frauenmannschaft (Frauen Spielgemeinschaft mit dem ASV Haselmühl)!

Es geht also sportlich endlich wieder bergauf! Nur der eigene Fussballplatz, der fehlt leider immer noch.

Die Sparte Fussball bedankt sich an dieser Stelle noch einmal bei all denjenigen, die ihr jahrelang Treu geblieben sind, trotz der schweren Zeiten. Ganz besonders gilt unser Dank aber einer Person, die sich seit Jahren für die Sparte aufopfert, und ohne die es die Fussballer bei Siemens schon lange nicht mehr geben würde:
Spartenleiter Thomas Gebele. Danke Thomas!!!

Christian Hubmann, 15.07.2004                                <--zurück zur Startseite

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